Über wahlweisen.de

Mit wahlweisen.de gehen wir neue Wege.

Im Rahmen des Media Camps 2013 am Medieninnovationszentrum (MIZ) Babelsberg produzieren wir, zehn junge Medienschaffende, in vier Wochen ein eigenes mobiles journalistisches (MoJo) Magazin. Ganz nach dem Motto “Mobile Journalism – Das Studio in der Hosentasche” erproben wir die Möglichkeiten der mobilen Berichterstattung. Wir kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Medienlandschaft und bedienen daher die Medientypen – Video, Audio, Text. Die Homepage wahlweisen.de ist dabei nur einer von zahlreichen Kanälen. Die Leitung des Media Camps hat Christian Jakubetz – Blogger, Journalist und einer der Vorreiter in Sachen mobiler Journalismus.

Das Media Camp 2013 Team

Das Media Camp 2013 Team

Der Versuch

Pünktlich zur Bundestagswahl 2013 widmen wir uns im Magazin dem Thema “WahlWeise”. Da Menschen immer eine Wahl haben, fassen wir den Begriff weiter und begeben uns nach draußen auf der Suche nach weisen und weniger weisen Wahlen und spannenden Geschichten dazu. Das Magazin setzt sich aus Beiträgen zusammen, die hauptsächlich mit Smartphones und mobiler Technik produziert werden. Das Ziel ist eine Berichterstattung, die online stattfindet unter der Einbindung von Usern. Fotos, Bewegtbilder und Audiosequenzen werden per Smartphone ins Netz gesendet und parallel wird via verschiedener sozialer Kanäle mit dem Publikum interagiert. Weiterführende und im Anschluss aufbereitete Inhalte werden auf die Webseite wahlweisen.de gestellt.

Die Verbreitungskanäle

Verwendetes Equipment

Um mobil zu bleiben war die Grundidee so wenig wie möglich Technik zum Einsatz kommen zu lassen. Unser kleines bescheidenes Equipment bestand aus:

  • Smartphones (wie Samsung Galaxy S2, LG Nexus 4, iPhone 4s) für Foto-, Audio- und Videoaufnahmen sowie die mobile Verbreitung von Inhalten in Echtzeit.
  • Ein iRig Mic kam als externes Mikrofon bei einer Audio-Straßenumfrage mit einem iPhone 4s zum Einsatz, um weniger den Umgebungsgeräuschen ausgesetzt zu sein.
  • Ein Sennheiser-Ansteckmikrofon mit Funkstrecke eignete sich vorallem für Moderationen, wie z.B. beim BGE-Beitrag. Bei uns wurde es in Verbindung mit dem Zoom-Audioaufnahmegerät immer dann genutzt, wenn wir Beiträge am Schnittrechner nachbearbeitet haben und die Inhalte nicht direkt nach dem Interview online gehen sollten.
  • Eine von uns hat ein iPad benutzt und ist bis auf einige Ausnahmen sehr zufrieden. Im Großen und Ganzen ist das iPad ein großes iPhone. Der Vorteil: So mobil wie ein Smartphone. Schneiden, Zusammenbasteln und Hochladen machen Spaß und sind sehr einfach. Nachteil: am iPad hat man schnell das Gefühl, an einem kleinen Computer zu arbeiten. Das kann bisweilen sehr frustrierend sein, weil die Apps doch meistens weniger Funktionen haben als die Computer-Software.
  • Spiegelreflexkamera
Formatentwicklung und Recherche in der Media Camp RedaktionFoto2Foto 4IMG-20130921-WA0001

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Verwendete Apps und Tools

Im folgenden ein Überblick über die von uns verwendeten Apps und Tools:

 
App
Pro
Contra
Betriebssystem
 
AudioAudiomemoeinfache Bedienung, Verstärkung möglich; Pause zwischen der Aufnahme möglichkein Bearbeitung des Audios möglich
Tape machineumfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten (Audio einpegeln, Normalisieren, Schnitt, mp3-Export)Android
HindenburgAudio einpegeln möglich; zwischen der Aufnahme Pausen möglichbei der Lite-Version max. Aufnahmezeit eine MinuteiOS
Soundrecorderkeine zeitliche Begrenzungkeine Pegelung möglichAndroid
RecForgeAudio einpegeln möglich, visuell gutes Erscheinungsbild, einfache BedienungSchnittmölglichkeiten vorhanden, aber eher unbefriedigend, da Oberfläche etwas unübersichtlichAndroid
iSaidWhat?!Audio einpegeln möglich, visuell gutes ErscheinungsbildSchnittmölglichkeiten eher unbefriedigendiOS
Call Recordergut um Telefonate mitzuschneiden; einfache BedienungDatei nur als mp4 oder 3gp verfügbarAndroid, iOS
FotoSnapseedgewöhnungsbedürftig zu Beginn; große Bandbreite an BearbeitungsmöglichkeiteniOS
PicsArtviele Bearbeitungsmöglichkeiten (kommt nah an Photoshop ran)Android
Camera Effectsnah an Instagram in Bezug auf die Auswahl der Filter; Filter machen einen brauchbareren EindruckAndroid
Fast Cameraviele Fotos können hintereinander aufgenommen (gut für Panorama; Video aus Fotos erstellen)iOS
ToolDatawrappereinfaches Erstellen von Diagrammen ohne Programmieraufwand; einafches Einbinden in Websites
storifyeinfaches Einbinden und Zusammenstellung von digitalen Inhalten für Websites
TimelineJSeinfaches Erstellen einer Timeline unter Einbindung verschiedener Medien ohne Programmieraufwand; einafches Einbinden in Websites
VideoiMovieVideos direkt auf YouTube stellen; speichert quasi automatisch; einfach Text einfügenAudiospur von Video nicht trennbar in der App (am Mac schon)iOS
Video/FotoInstagramim ersten Moment evtl. etwas unübersichtlich; schöne Bilder auf leichte Weise; eigenes kleines Netzwerk, auf dem Medien gleich hochgeladen werden können; gut aus bestehenden Filmen Kurzvideos zu machen (15s) und darauf noch Filter setzenbegrenzte Anzahl an Filter - Bearbeitungsmöglichkeiten begrenztAndroid, iOS

Die Dozenten

Auf unserem Weg der MoJo-Produktion wurden wir durch viele tolle Dozenten unterstützt.

Christian Jakubetz: Leiter des Media Camps 2013, Journalist, Blogger, Autor

Wie hält es unser Vorreiter Christian Jakubetz in Sachen mobiler Journalismus eigentlich?

Marcus Bösch: Redakteur, Autor und Dozent für Online-Journalismus, Social Media und Mobile Journalism

Marcus Bösch im Media Camp 2013

Marcus Bösch im Media Camp 2013

Marcus Bösch führte uns in die Grundlagen des mobilen Journalismus ein und klärte uns über Hardware, Software, Inhalte und Formate auf. Einige von uns hatten hier das erste mal mit einer Audio-Aufnahme-App zu tun und das hört man. Ein Beispiel sei euch gegeben: “Ich weiß aber nicht wo mein Mikro ist”.

 

Bei einer 5-Shot-Übung ging es darum mit einem Smartphone eine Szene filmisch in fünf Einstellungen zu  erzählen: 1)Großaufnahme 2) Großaufnahme 3) Orientierung im Raum durch eine Halbtotale 4a) Over Shoulder – Mensch und Handlung in Bezug 4b) Over Shoulder – Mensch und Umgebung in Bezug setzen 5) Wow Shot – eine besondere Einstellung. Gedreht und eingesprochen wurde hier mit einem iPhone 4s über die iMovie-App.

Und wie verhält sich der Ton bei einer Videoaufnahme mit dem iPhone 4s? Unsere Erkenntnis: Achtung vor Umgebungsgeräuschen. Das Mikrofon ist seitlich und nicht in Richtung der Kamera ausgerichtet. Ohne ein externes Mikrofon sollte man nah beim Sprecher bleiben. Hier unser Test-Video dazu mit unserem Redakteur Matthias, der sich als “Willi wills wissen” ausgibt:

Und wie sieht Marcus Bösch die Zukunft des mobile jorunalism?

 

Teja Adams: Moderator, Redakteur, Trainer und Birgit Klumpp: Videojournalistin und Redakteurin, ARD Aktuell

Teja Adams und Birgit Klumpp im Media Camp 2013

Teja Adams und Birgit Klumpp im Media Camp 2013

Teja Adams und Birgit Klumpp zeigen die Grundzüge der Formatentwicklung am Beispiel der der “Tegaswebschau” und der “Wochenwebschau” auf und arbeiteten mit uns an unserem Format.

Jochen Wegner: Chefredakteur Zeit Online

Bei einem Redaktionsbesuch bei Zeit Online erhielten wir einen Einblick in neue journalistische und mobile Darstellungsformen bei Zeit Online.

 

Kristian Laban: Diplom-Volkswirt, Kommunikationskonzepte

Kristian Laban sprach mit uns über die Zukunft der Branche: “Wie finanzieren sich Medien künftig? Welche Modelle existieren bereits und welche Möglichkeiten gibt es noch?”

Richard Gutjahr: Moderator, Journalist und Blogger und Daniel Fiene: Journalist, Moderator

Richard Gutjahr und Daniel Fiene trafen wir auf der IFA 2013. Sie verrieten uns u.a. ihre Lieblings-Apps für das Mobile Reporting.

Daniel Fiene, Richard Gutjahr und das gläserne Digitalradio-Studio (v.l.n.r.)

Daniel Fiene, Richard Gutjahr und das gläserne Digitalradio-Studio (v.l.n.r.) IFA2

Ein spontanes Interview aus unseren Reihen aufgenommen auf einem Andorid-Smartphone bringt nur unbefiredigende Ergebnisse auf der IFA 2013. Die Umgebungsgeräusche sind im Verhältnis zum Interviewten viel zu laut und das Verständnis lässt stark zu wünschen übrig. Hört selbst:

Thomas Donker: Programmdirektion RBB

Nach einer Führung durch den rbb am Standort Potsdam kamen wir mit Thomas Donker ins Gespräch, der uns über Mobile Reporting im rbb aufklärte.

Christian Bollert: Geschäftsführer Detector FM

Christian Bollert im Media Camp 2013Christian Bollert war zu Besuch und informierte uns über den Einsatz der App “vox:publica” für interaktive Sendungen.

Martin Heller: Leiter Crossmedia Axel-Springer-Akademie

Martin Heller stellte die Grundzüge der Ausbildung vor und erklärt, warum der Bereich Crossmedia so wichtig sowohl für den Verlag als auch für einzelne Journalisten geworden ist.

 

Frederik Fischer: Journalist, Entrepreneur, Geschäftsführer des IT-Startups Tame

Frederik Fischer  Frederik Fischer führte uns in die Funktionen und Möglichkeiten von Twitter als Recherche- und Arbeitstool für Journalisten ein.

 

Kreativpause im Media Camp

Kreativpause im Media Camp